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Aus dem Gemeinderat Sitzung des Verwaltungsausschusses am 22.7.2010 |
Über das neue Förderprogramm „Singen – Bewegen – Sprechen“ des Landes informierte Stadtoberverwaltungsrätin Birgit Luib. Das Programm möchte eine durchgängige musikalische Bildung im Kindergarten und in der Grundschule erreichen. Die Förderung soll dabei mit pädagogisch ausgebildeten Kräften mit Hochschulabschluss oder aber von langjährigen, im Bereich der Frühförderung tätigen Laien, erteilt werden. Finanziell unterstützt das Land dieses Projekt, indem Lohnkosten bis zu bestimmten Endgelthöhen gezahlt werden. Die Stadt plant hier ebenfalls einzusteigen und primär im Kernstadtbereich in den Kindertageseinrichtungen zu starten, die einen hohen Anteil an Kindern haben, deren Erstsprache nicht deutsch ist. Daneben werde aber auch versucht, mit den Bürgermeistern der Nachbargemeinden ins Gespräch zu kommen und auch diesen einen Einstieg ins Programm mit Unterstützung der Musikschule anzubieten, erklärte Birgit Luib. Jahresbericht 2008/2009 des Kinder- und Jugendbüros Bereits seit über 10 Jahren kooperieren das Haus Nazareth/Kinder- und Jugendbüro (KiJuBu) und die Stadt Bad Saulgau. Seit 2002 läuft das „Projekt Jugend“. Das Kinder- und Jugendbüro übernimmt seitdem für die Stadt Aufgabenbereiche von Schulsozialarbeit, über offene Jugendarbeit, Jugendmedienarbeit, Berufsfindung, verlässliche Grundschule, Aussiedlerarbeit, Gemeinwesenarbeit bis hin zur Ganztagesbetreuung. Den Jahresbericht 2008/2009 präsentierten Klaus Kappeler vom Haus Nazareth, Marlene Gruber und Sandra Hoffmann vom KiJuBu dem Verwaltungsausschuss. Eine Powerpoint-Präsentation machte die Vielzahl der Projekte, Aktionen und Aktivitäten während dieser Jahre deutlich. Sichtlich erfreut und sogar etwas überrascht über den Umfang des Engagements nahm der Ausschuss den Bericht zur Kenntnis und sprach dem Haus Nazareth/KiJuBu seinen Dank für die Leistung der vergangenen Jahre aus. Jahresbericht 2009 der Stadtbibliothek Bad Saulgau Einen zweiten Jahresrückblick gab es im Anschluss von der Stadtbibliothek. Bibliotheksleiterin Mechthild Stolleis zog trotz der provisorischen Unterbringung ins 1.OG des Gebäudes Kaufhaus Linder eine positive Bilanz. Die Stadtbibliothek erzielte im Berichtsjahr eine Rekordausleihe von fast 114.000 Medien – 5% mehr als im bisherigen Rekordjahr 2004. 600 Personen registrierten sich neu in der Bücherei. Auch die Zusammenarbeit mit Schulen und Kindergärten wurde intensiviert. Ein z entrales Anliegen der Stadtbibliothek ist die Förderung der Lesemotivation, der Lesefähigkeit und der Medienkompetenz. Beispielsweise wurden immer mehr „Bücherkisten“ für die Schulen zur Nutzung im Unterricht gepackt, die Zahl der Führungen war im Berichtsjahr so hoch wie nie zuvor. Viel Arbeit zusätzlich zum regulären Betrieb habe der Umzug ins Alte Kloster bereitet. Dieser habe sich aber gelohnt. Die Bücherei sei nun in schönen, hellen und weitläufigen Räumen untergebracht. Auch die Ein-Haus-Lösung mit der städtischen Galerie „Fähre“ und der Musikschule wirke sich positiv aus. Viele Ausstellungsbesucher, Musikschüler und deren Eltern nähmen auch gleich das Angebot der Bibliothek war, so Mechthild Stolleis. Auch Bürgermeisterin Doris Schröter sah hierin eine erfreuliche Entwicklung. Die Intention, durch die gemeinsame Unterbringung der drei Institutionen eine Wechselwirkung zu schaffen, sei erreicht worden. Verbessert wurde gleichzeitig mit dem Umzug auch die Medienpräsentation. Die Medien sind im Alten Kloster nun übersichtlicher und attraktiver nach Themen sortiert. Einziger Wehrmutstropfen: Die Stadtbücherei sonderte 3.870 teils alte und zerlesene, teils nicht mehr aktuelle Medien aus, konnte allerdings lediglich 2.174 Medien neu anschaffen. Vorgeschlagen aus den Reihen des Ausschusses wurde deshalb, sich vermehrt um Spenden für die Anschaffung von Büchern zu bemühen. Um die zunehmenden Arbeiten, die beispielsweise durch die Umstellung auf die Selbstverbuchungsanlage/Diebstahlsicherung auf die Bücherei zukommen, zu bewältigen, schlug der Ausschuss zudem vor, zu prüfen, ob hier eine Einbindung von ehrenamtlichen Helfern möglich ist.Anträge auf Übernahme weiterer Kosten für Kindertageseinrichtungen a) der Evang. Kirche für das Evang. Kinderhaus b) der Kath. Kirche für den Kindergarten Don Bosco und Erhöhung des Verwaltungskostenanteils für alle Einrichtungen c) der Kirchengemeinde Renhardsweiler für den Kindergarten Renhardsweiler Anträge auf die Übernahme weiterer Kosten haben die kirchlichen Träger für den Betrieb mehrere Kindertageseinrichtungen gestellt. Hintergrund ist die laufende Steigerung Kosten u. a. durch die vermehrte Betreuung von Kindern unter drei Jahren. Auch der Verwaltungsaufwand durch laufende Mitteilung was die Betreuung auswärtiger Kinder anlangt, Weitergabe von Statistikdaten und nicht zuletzt auch durch die fortschreitende Zahlungsunfähigkeit mancher Familien steigt kontinuierlich an. Daneben sind die Kirchen ebenfalls von sinkenden Einnahmen betroffen. Zur Zeit trägt die Stadt bei den kirchlichen Einrichtungen pauschal einen gesetzlich vorgeschriebenen Teil von 63% (68% bei Kinderkrippen) der Betriebskosten. Ein weiterer Teil des Finanzbedarfs wird von Elternbeiträgen und sonstigen Einnahmen gedeckt. Die danach noch verbleibende Finanzierungslücke wird dann wiederum zum größten Teil durch die Stadt geschlossen, wobei dieser Betrag von Einrichtung zu Einrichtung verschieden hoch ausfällt. Bei einer Zustimmung zu den Anträgen der kirchlichen Träger entstünden der Stadt hier jährliche Zusatzkosten von geschätzt zwischen ca. 25.000 und 33.000 €. Der Verwaltungsausschuss hat deshalb beschlossen die Verwaltung zu beauftragen eine tragfähige Kompromisslösung zu erarbeiten und mit den kirchlichen Trägern in Verhandlung zu treten. Sprachförderung an den kommunalen Kindergärten in Fulgenstadt, Bolstern und Bondorf Kooperation mit den Zieglerschen Anstalten Beauftragt hat der Ausschuss die Verwaltung, mit den Zieglerschen Anstalten für die Dauer des Kindergartenjahrs 2010/2011 eine Vereinbarung abzuschließen mit dem Ziel, in den Kindertageseinrichtungen Bolstern, Bondorf und Fulgenstadt das Projekt Sprachförderung durchzuführen. Die Gründe und die Abwicklung des Projektes erläuterte Stadtoberverwaltungsrätin Birgit Luib. Bei der letztjährigen Einschulungsuntersuchung hat sich gezeigt, dass rd. 37 % der künftigen Erstklässler in Bad Saulgau, wie auch in anderen Regionen, Sprachdefizite aufweisen. Davon sind auch immer mehr Kinder betroffen, deren Erstsprache Deutsch ist. In der Kernstadt finden bereits seit Jahren Sprachfördermaßnahmen an den Kindergärten und an der Berta Hummel-Schule statt. In den Ortsteilen scheiterten die vom Land etablierten Programme oft an den Mindestteilnehmerzahlen vor Ort. In Absprache mit allen kommunalen Kindertageseinrichtungen soll daher im kommenden Kindergartenjahr zunächst in den drei Einrichtungen in Bolstern, Fulgenstadt und Bondorf ein Projekt gestartet werden, um einerseits die Sprachkompetenz der Kinder und andererseits das Wissen der Erzieherinnen in diesem Bereich auszubauen. Für das Projekt konnte Karl-Otto Kannapin vom Hör-Sprachzentrum der Zieglerschen Anstalten als Dozent gewonnen werden. Herr Kannapin wird im Rahmen des Projektes mindestens 1,5 Stunden pro Woche in jeder Einrichtung anwesend sein. Dies hat den Vorteil, dass eine Durchführung in der Einrichtung mit den dortigen Möglichkeiten und den Kindern möglich wäre, die Eltern besser eingebunden werden können und die Kindergärten während der Fortbildungsphasen nicht geschlossen werden müssen. Die Kosten von ca. 18.000 € belasten dabei den städtischen Haushalt nicht zusätzlich, da durch die Präsenz von Herrn Kannapin nach Rücksprache mit dem Landratsamt und den Kindergartenleitungen auf eine Erhöhung von Stellenanteilen bzw. auf die Wiederbesetzung von freien Stellenanteilen in den Kindergärten verzichtet werden kann.
Gemeinderats- und Ausschusssitzungen - Festlegung der zukünftigen Sitzungsorte Vertagt wurde der Beschluss zur Festlegung der zukünftigen Sitzungsorte für Gemeinderat und Ausschüsse. Bereits vergangenes Jahr wurde seitens der Fraktionen und der Verwaltung über Alternativen zum Sitzungssaal im Haus am Markt nachgedacht. Das Raumproblem im Sitzungssaal hat sich zwischenzeitlich durch die erstmalige Bildung einer vierten Fraktion im Gemeinderat und dem Anstieg auf der Mitgliederzahl auf 30 weiter verschärft. Letztmalig aufgegriffen wurde die Anregung zur Verlegung des Sitzungssaales dann in den Anträgen der Freien Wähler-Fraktion zum Haushalt 2010. Nach Tests des Stadthallen-Foyers und des Stadtforums für den Gemeinderat und des Schulungsraumes im neuen Stadtwerkegebäude für den Technischen Ausschuss hatte die Verwaltung vorgeschlagen, für Gemeinderatssitzungen zukünftig die Seminarräume im Stadtforum zu nutzen. Der Technische Ausschuss sollte ein neues Domizil im Stadtwerkegebäude erhalten, für Thermalbadausschuss und Verwaltungsausschuss war das Haus am Markt vorgesehen. Auf Antrag der CDU-Fraktion wird nun zunächst zusätzlich das Alte Kloster als Sitzungssaal getestet. Erst dann soll ein Beschluss gefasst werden. |
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